Campus15-Trainingsseminar vom 30.09. bis 07.10.2013 in Much

Vom 30. September bis 7. Oktober 2013 fand das zweite von Campus15 durchgeführte Trainingsseminar statt. Im idyllischen, etwas abgelegenen Much trafen sich 33 junge und engagierte Menschen aus zehn verschiedenen Ländern (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien und Slowenien), um sich in einem bunten Miteinander kennenzulernen und über ihre Erfahrungen in der Jugendarbeit auszutauschen.

Den Kern des Seminars bildeten intensive Arbeitsrunden, in denen über die unterschiedlichen nationalen Konzepte der Jugendarbeit diskutiert wurde. Als Ziel wurde die Schaffung eines „Youth Gate for Southeast Europe“ gewählt, die in verschiedenen Arbeitsgruppen besprochen und deren nächsten Schritte zur Realisierung festgelegt wurden. Das „Youth Gate“ soll eine/n Plattform/Knotenpunkt darstellen, welche/r – vorerst online realisiert – junge Menschen bei der Organisation oder Teilnahme an sozialen Projekten in Südosteuropa unterstützt.

Neben diesen Diskussionen wurden auch Redner von außerhalb herzlich empfangen. So gab es eine Einheit zur deutschen Geschichte sowie zu integrativer Arbeit und zur Europäischen Union.

Immer wieder wurden die teilweise hitzigen Gespräche und Diskussionsrunden von Aktivitäten außerhalb des Hauses durchwoben. Hier standen Vertrauensbildung und Teamarbeit im Vordergrund. Zusätzlich wurde ein Einblick in kreative Workshops wie Tanz, Zirkus, Theater und Landart gegeben. Die Ergebnisse wurden später im Plenum vorgestellt und die Arbeit evaluiert, um die Erfahrungen für die Teilnehmer nutzbar zu machen.

Auf einem Markt der Organisationen und Vereine stellten die Teilnehmer ihre jeweiligen Organisationen und Projekte vor. Manche Organisationen haben bereits zuvor an Projekten mit Campus15 mitgewirkt; andere stehen erst seit diesem Trainingskurs in aktivem Kontakt mit unserem Verein. Die Präsentationen blieben die ganze Woche in der Lobby des Hotels stehen und waren so durchgängig für alle jederzeit zugänglich und einsehbar.

Bei gemütlichen Lagerfeuerstunden, Kaffeepausen und Gesangsrunden am Abend hatten die Anwesenden immer wieder die Chance sich untereinander kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Alles in allem war das Trainingsseminar ein voller Erfolg, da in angenehmer Atmosphäre neue Kontakte geknüpft, Diskussionen angeregt und Ideen verbreitet werden konnten. Die Teilnehmer arbeiten auch weiterhin an der Realisierung ihres selbstgesetzten Ziels: eine Plattform für Organisationen aus Südosteuropa zu gründen.

 

Rückbegegnung 2013 in Vukovar, Kroatien.

In diesem Sommer fand die Rückbegegnung zum Sommer Camp 2012 statt. Hierbei trafen sich die Teilnehmer aus den 6 verschiedenen Ländern (Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kroatien, Montenegro, Polen, Deutschland) ein zweites Mal, diesmal in Kroatien, Vukovar.

Es war ein großes Wiedersehen die Leute vom Sommer Camp 2012 wieder zu treffen und mit ihnen dort wieder anzufangen, wo man letztes Jahr aufgehört hatte. Leider konnten aus verschiedensten Gründen nicht alle Teilnehmer vom vorherigen Jahr bei der Rückbegegnung dabei sein. Für die Nicht-Teilnehmer kam aber Ersatz mit, der sich erstaunlich gut integrierte.

Das Thema dieser Rückbegegnung war EU-Bewusstsein und Antidiskriminierung. Wir hatten einige Workshops, die sich sehr intensiv mit diesen Themengebieten beschäftigten. Der Austausch mit den Teilnehmern und den Betreuern (Teamern) über diese Themen war sehr interessant und wichtig.

Neben diesen Workshops beschäftigen wir uns unter anderem mit den Themen „aktive Bürgerschaft“, „Menschenrechte“, „Identität“ und „sexuell übertragbare Erkrankungen“. Auch Ausflüge nach Vukovar und Osijek waren Programmpunkte in der Rückbegegnung. Außerdem stellten wir am „International Youth Day“ (Internationaler Jugendtag) in Vukovar unsere Länder vor: Jedes Land hatte einen eigenen Stand, den es selber gestalten sollte.

Wie im letzten Jahr nahmen wir auch in diesem Jahr wieder an einem selbst gewählten kreativen Workshop teil. Wir hatten die Wahl zwischen Tanzen, Fotografie, Graffiti, Vorbereitung des Sozialen Projekts und der Gestaltung von einer Flagge. Am Tag nach dem kreativen Workshop arbeiteten wir einen ganzen Tag am sozialen Projekt und beendeten das Werk mit einem unglaublichen Ergebnis: Wir bemalten große Treppenstufen an der Donau. Mit der guten Vorarbeit der Vorbereitungsgruppe ging die Arbeit gut voran und am Abend hatten wir ein unvergessliches Werk geschaffen.

An einigen Abenden fanden „Olympische Spiele“ statt, d.h. eine Gruppe von Teilnehmern gestaltete den Abend mit Sportspielen, die oftmals auf Teamwork beruhten.

Auch dieses Jahr gab es wieder Projektgruppen: Jeder Teilnehmer konnte zwischen Radio, Zeitung, Video oder Blog wählen. Die zusammengestellten Gruppen trafen sich häufig, um am Ende fertige Werke präsentieren zu können: eine Radiosendung, eine Zeitung für jeden Teilnehmer und Betreuer, ein Camp-Video und einen Blog, der eine Art Tagebuch, Fotos und Kommentare für jeden Tag enthält.

 

Link zum Blog:  www.peacefuleurope.blogspot.de

 

Die sogenannten „Vu-groups“ (Vukovar-Gruppen) waren Gruppen, die sich oft trafen um den vergangenen Tag/die vergangenen Tage und insbesondere die Workshops zu reflektieren.

 

Nach so intensiven 16 Tagen des Zusammenseins war der Abschied schwer, mit vielen Tränen. Aber gleichzeitig ist die Gruppe optimistisch: Eine „Steering-group“ (Organisations-Gruppe, bestehend aus einer Person von jedem Teilnehmerland) will versuchen selber ein Treffen zu organisieren, sodass sich alle Teilnehmer nächsten Sommer in Polen ein drittes Mal wiedersehen. Hoffentlich klappt es!!!

Es war ein unvergessliches Camp!!